Sonntag, 1. März 2015

Orientalische Auberginensuppe mit Lamm


Heute stelle ich hier eine Suppe vor, die neben meinem schon immer heiß geliebten Lammfleisch gleich drei Dinge verbindet, mit denen ich mich kulinarisch lange Zeit sehr schwer getan habe. Suppen und vor allem Eintöpfen konnte ich meine gesamte Kindheit hindurch wenig abgewinnen, vermutlich weil es gerade in der Schulküche oft zerkochte und schlecht abgeschmeckte Eintöpfe waren, die mein Bild geprägt haben. Heute koche ich ebenso gern Suppen, wie ich andere Gerichte koche - man wird weiser.
Mit den anderen beiden Dingen - Auberginen und orientalische Küche - bin ich sehr spät erst in Kontakt gekommen und musste dann leider einige Zeit darben, bis ich beides in köstlicher Form kennenlernen durfte.

Diese Suppe ist eine Abwandlung aus dem Kochbuch "Jerusalem" von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi. Die Aubergine wird zu einem Teil im Ofen geröstet und zum anderen Teil in Öl kraftig angebraten. In die Suppe komnmen dann vor allem Tomaten und Kreuzkümmel, dazu gibt es groben Couscous.


Meine Variante verzichtet auf einen Großteil des Couscous und bringt Lammfleisch ins Spiel - für mich das typische Fleisch der orientalischen Küche. Ergänzt wird die Suppe bei mir durch eine Knoblauch-Joghurt-Sauce und ein Kreuzkümmelöl.

Samstag, 31. Januar 2015

Crêpes Suzettes


Ein lang gehegter Traum war es für mich, endlich einmal Crêpe Suzette zu kosten. Nun habe ich ihn mir erfüllt und war wirklich begeistert von der Kombination aus Karamell und Orange mit einem Hauch Butter. Ohne große Umschweife kommt hier das Rezept, das ich mit Sicherheit nicht zum letzten Mal gekocht habe.
Wirklich wichtig ist es, dass man bei der Karamellsauce auf eine gute Butter, richtig reife, aromatische Orangen und einen guten Cognac mit mindestens 40% achtet.

Sonntag, 30. November 2014

Wir genießen im Advent: Aprikosen-Haselnuss-Nester


 Dieses Jahr möchte ich euch Lesern gern zeigen, welche Plätzchen ich jedes Jahr wieder besonders gern backe.
Diese süßen Mürbeteignester werden mit einer Masse aus gehackten Haselnüssen und Aprikosenmarmelade gefüllt, die im Ofen leicht karamellisiert und den Plätzchen etwas knackiges und saftiges gibt, das wunderbar mit dem mürben, buttrigen Teig harmoniert.

Samstag, 22. November 2014

Von genutzten Gelegenheiten: Gebratene Artischocken mit Zitronenpolenta


Wohnt man wie wir in der kulinarischen Provinz, muss man Gelegenheiten beim Schopfe packen. Deshalb darf man an wunderschönen, frischen Artischocken nicht vorbeigehen - mein Mann wusste das. Nun hatten wir die seltene Gelegenheit, ein Artischockengericht zuzubereiten und glücklicherweise direkt das richtige Kochbuch dafür zur Hand: Italien vegetarisch von meinem Bloggerkollegen Claudio Del Principe.
Den besten Weg zum Genuss einer Rarität (ja, für uns ist es eine) findet man doch meist in einer zurückhaltenden Zubereitung, die dem Hauptdarsteller auch Raum zum Wirken gibt. Also haben wir uns für gebratene Artischocken mit Knoblauch und Petersilie entschieden. Simpel und gut.
Zum Sattwerden gab es einen unserer Klassiker dazu: eine Zitronenpolenta.


Sonntag, 2. November 2014

Mein Projekt im Zieleinlauf: Mango, Basmatireis, Kateifiteig, Chili


Unfassbar, wie lang ich diesen Abschluss hinausgezögert habe. Eigentlich habe ich ja sehr viel Spaß an meinem Projekt und an Desserts im Allgemeinen, aber ein Dessert mit Reis...naja, das haut mich nicht wirklich aus den Socken. Und dann Teigkomponente mit Teigkomponente - Reis mit Kateifi, das hat sich mir von Anfang an nicht so recht erschlossen.

Jetzt haben wir es dann doch gewagt und nach langem Überlegen, wie wir denn hier ein Dessert nach unserem Geschmack kreieren könnten, nach vielen Stunden Brainstorming haben wir uns dann doch entschlossen ganz nah an der Vorlage zu bleiben. Es gab einen Basmatisahnereis mit Kateifiteig und Mangosorbet, dazu Mangomousse im Kateifikörbchen und Mango-Chili-Ragout.

Freitag, 20. Juni 2014

Rindertatar mit Wasabi, Granny Smith Apfel und Rucola


Ein schönes Gericht im heißen Sommer ist ein Rindertatar mit kalten Beilagen (zumindest bei vorhandenem Kühlschrank fürs rohe Rinderfilet :D). Wir haben hier in dem Tatar Apfel und Rucola sowie eine asiatische Marinade, die man für Sashimi benutzen kann, verwendet. Dazu ein herrlich erfirschender Sud mit grünem Tee, Zitronengras und Apfel und eine Wasabimousse. Wer doch gern ein paar Kohlenhydrate dazu möchte - frisch geröstetes Baguette wäre perfekt!

Freitag, 30. Mai 2014

Gratinierter Ziegenkäse mit Melone, Rose und Sumach


Ein kleines, frisches Sommergericht möchte ich heute gern für alle jene vorstellen, die im Sommer auch mal ein kaltes Gericht bevorzugen. Dazu hier eine rosarote Vorspeise, die sich recht gut vorbereiten lässt und das gängige Duo Wassermelone mit Käse gewürzmäßig etwas aufpeppt. In den Nebenrollen spielen dabei Rose, Sumach, Korianderkörner und Sternanis auf. Besonders gefallen hat uns der Hauch Rose mit der Wassermelone kombiniert.

Der Ziegenkäse wird mit einem Gewürzmix gratiniert, dazu gibt es Melone pur und als Gel sowie einige Gewürzcroûtons. Wir hatten angebotsbedingt einen sehr einfachen Ziegenfrischkäse als Taler. Seine Säure passt ganz wunderbar zur Melone, etwas gereifter und kräftiger darf er aber auch sehr gern sein. Verwenden kann man zum Beispiel Crottin de Chavignol, Bouton de culotte, Vabécou de Rocamadour, Pourly oder andere feste Ziegenkäse.